1. Vorfall (an)erkennen, Position beziehen

1. Vorfall (an)erkennen, Position beziehen

17. März 2021 0

Viele Menschen erleben im Alltag demokratiefeindliche Vorfälle. Sexistische Witze werden als harmlos bezeichnet, homofeindliche oder z.B. rassistische Beleidigungen gehören zum Standardvokabular vieler Menschen und körperliche Übergriffe, wie z.B. das ungefragte Anfassen von Kindern oder der Griff in die Haare von person/people of colour (P.O.C.) wird, wenn dies als übergriffig thematisiert wird, eher von der Täter_in und anderen verteidigt, als dass ein Reflexionsprozess einsetzt. Viele diskriminierende Handlungen sind so sehr Teil der gesellschaftlichen Normalität, dass sie den diskriminierenden Personen mitunter gar nicht bewusst sind. Für Betroffene ist gehört dies zum Alltag und ist oftmals mit toxischen Stress verbunden.

Durch das Thematisieren, das Ansprechen bzw. das öffentliche Beziehen einer Position können eventuell umstehende Personen erreicht werden. Sie bemerken, dass die Handlung nicht unwidersprochen stehenbleibt, die vermeintliche Normalität der Handlung aufgelöst und sie für alle sichtbar als demokratiefeindlicher Vorfall bzw. Diskriminierung benannt wird. Mit der Reaktion auf Vorfälle erfährt die betroffene Person öffentlich Solidarität, werden Grenzen aufgezeigt und demokratische Werte gestärkt und gelebt. Weitere Anregungen finden Sie in unserem Courage 1 x 1.